loose gravel

Ein paar Tage und Kilometer (wir sind jetzt etwas über 700 km gefahren und haben über 6000 Höhenmeter geschafft) später, sind wir nun in Dease Lake, British Columbia angekommen und genießen den Luxus von WFi und einer warmen Dusche. Nur so am Rande: Handy-Empfang gab es bisher nur in 2 Orten.

Nachdem wir auf dem Alaska-Highway eine lange anstrengende Passage lose Schotterstraße fuhren, waren wir froh, dass diese Strecken dann erstmal der Vergangenheit angehörten. Besonders glücklich waren wir, dass der lose Untergrund uns meist bergab begleitete und wir dadurch trotzdem relativ gut voran kamen. Da wir jedoch mit unserem Gewicht (Manuel bringt mit allem drum und dran etwa 220kg auf die Waage) und beiden Kindern weiterhin nicht besonders schnell unterwegs sind, kommen wir nicht immer in den Genuss auf einem offiziellen Campingplatz zu übernachten (die Distanzen sind dann teilweise zu groß). Da musste dann auch schon mal ein Rastplatz oder ein kleiner Parkplatz als Schlafmöglichkeit herhalten. Die „unendlichen“ Weiten Kanadas bekommen wir auch bei unseren Essenvorräten zu spüren. Für mindestens eine Woche Lebensmittel einzukaufen ist absolut normal, da wir erst in ca. 250 km die nächste Möglichkeit zum Einkauf haben. Das schlägt sich dann ebenfalls wieder auf unser Gewicht nieder. In diesem Fall allerdings bei Felicitas. Umso glücklicher sind wir dann, wenn uns mal wieder jemand während einer Verschnaufpause auf Manuels Gefährt anspricht (meistens: „wow, ich habe sowas noch nie gesehen“ oder: „Oh, da sind ja zwei Kinder, unglaublich“ oder so ähnlich) und uns manchmal auch noch eine Kleinigkeit zu Knabbern überlässt, was besonders unserer Großen gefällt, da sie dann meistens Süßigkeiten oder ähnlich ungesunde Leckereien bekommt.

Inzwischen haben wir uns auch an den Cassiar-Highway (Highway 37) und seine Bedingungen gewöhnen können. Anders als auf dem Alaska Highway gibt es hier keine Seitenstreifen und die Steigungen sind bisher etwas kürzer, dafür aber steiler, so dass wir des Öfteren in den Genuss kommen, unsere Räder zu schieben. Leider sind wir dann auch so langsam, dass wir ebenfalls mehr Bekanntschaften mit der Tierwelt Kanadas machen können. Insbesondere mit den Moskitos und vielen merkwürdigen, beißenden und stechenden anderen Insekten, welche uns auch auf dem Weg Richtung Süden mehr erscheinen als im Yukon-Gebiet. Dafür sind wir aber auch schon anderen Tieren begegnet und waren beispielsweise von einem Seeadler überwältigt, welcher direkt über unseren Köpfen Richtung See flog. Bärenkontakte sind Gott sei Dank ebenfalls sehr rar und durch gegenseitigen Respekt bisher immer friedlich verlaufen.

Wir sind auf die nächste Etappe gespannt und hoffen auf noch mehr Muskeln und Nerven für die bevorstehende Strecke.

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