Bee(ä)renvielfalt

Für uns heißt es demnächst Cassiar Highway adé. Nur noch ein paar Kilometer und wir sind auf der nächsten Teilstrecke Richtung Fähre nach Vancouver Island. Bisher eilt dieser Insel ein unglaublich guter Ruf voraus, daher sind wir schon sehr gespannt, was uns dort erwartet.

In den letzten Tagen begleiteten uns leider viele Regenwolken, so dass wir oftmals nur noch den Highway und die Bäume am Straßenrand sehen konnten. Ab und zu tauchte auch mal ein Schwarzbär auf, der aber, wie alle Bären bisher, schleunigst im Busch verschwand oder sich hinter diesem versteckte, um sich danach weiter den Wanst mit allerlei leckeren Beeren voll zu stopfen. Zu unserem Glück konnten wir tatsächlich sogar eine Schwarzbärenmutter mit 3 Jungtieren beobachten, die sich an einer Tankstelle ihr Abendessen zusammensammelte. Mit sicherem Abstand und ebenfalls hungrigen Magen standen wir mitten auf der Kreuzung und überlegten, wie wir zu unserem Essen/Restaurant kommen, ohne Mutter-Bär zu verärgern. Gott sei Dank ging die vorsichtige dreifach Mama ihre Wege und wir durften anschließend ebenfalls unser Abendessen zu uns nehmen. Unsere Tochter genießt diese reiche Beeren-Vielfalt ebenfalls. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätten wir unterwegs alle 5 km am Straßenrand angehalten, um leckere Erdbeeren, salmon-berrys, Himbeeren oder wie hier in Kitwanga die zur Zeit reifen Saskatoons zu pflücken.

Nach gut 1000 km einradeln, haben wir inzwischen auch nicht nur die Pflanzenwelt kennen lernen dürfen, sondern auch etwas von der regionalen Kultur entdecken können. Die „First Nation“ begleitet uns nun schon fast seit Beginn unserer Reise und in den letzten Tagen bestaunen wir immer mehr ihre Kunstwelt. Beeindruckende Totems am Straßenrand oder großflächig gemalte Bilder in Restaurants sind sicher nur kleine Einblicke in die Welt der ersten Nation und wieder eine kleine Erinnerung, dass wir nicht in Europa unterwegs sind. Denn tatsächlich trafen wir bisher fast an jedem Übernachtungsplatz mindestens eine deutschsprachige Person neben allen anderen sehr Fahrrad-interessierten Menschen. Dabei spielte Manuels Gefährt immer noch die bedeutendste Rolle in unserem Wohnumfeld. Gleich danach und ebenfalls beeindruckend folgt das große Zelt für unsere Besucher. Ein „Wow, you are brave“ ist eigentlich immer dabei. Begleitet von unserem Dauerbrenner „Travel save“ am Ende einer jeden Unterhaltung. Auf Wiedersehen. 🙂

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.